Von Franz Stadelmann, Jodler, Volksmusiker, Komponist, Älpler, Fahrlehrer
Vor allem in der heutigen Zeit, wo viele Gemüter wegen Arbeitslosigkeit, Preiszerfall, Alltagshektik und Unzufriedenheit oft den Sonnenaufgang und das Schöne, das wir nach wie vor noch besitzen, nicht mehr sehen, ist das kulturelle Geschehen ein nicht mehr wegzudenkender Faktor. Kultur ist ein Begriff, den man kaum definieren kann, so breit und vielfältig kann er sein. Doch sind wir uns einig: der Mensch braucht Kultur zum Leben, sie hilft ihm mehr als man denkt in schwierigen, oft moralisch bedrückenden Momenten.
Selber als Kulturschaffender kann ich in kleineren und grösseren Kreisen und Veranstaltungen erleben, wie man Leuten Freude bereiten und sie glücklich machen kann. Wenn ich an meine Jugendzeit denke, wie uns die Mutter die alten Lieder beigebracht hat und wenn ich bei alten Menschen verweilen kann, die mir erzählen, dass sie ihr Können, ihr Handeln, ihre Eigenarten, ihr Wissen aus früheren Zeiten auch von ihren Vorfahren erhalten haben, denke ich nur an die eine Aufgabe: Alles daran setzen zu müssen, dass uns diese wertvollen Sachen nicht verloren gehen.
„Sitz zu aute Lüüt uf ds Bänkli ou di Chrankne bruche dy zeigne, das isch ds beschte Gschänkli, dass si nid vergässe sy“
Früher waren vielfach bis drei Generationen im gleichen Haus, Leggi tutto il testo >>